Mit 70 noch auf musikalischer Höchstform – und zwar nicht altbacken, sondern modern

 

70 Jahre Bestehen – das muss gefeiert werden. Aus diesem Anlass lud der Musikverein Brackenheim am Abend des 13. Julis zu einem Konzert unter dem Titel „Best of 70 Jahre“. Das Konzert fand wegen der unberechenbaren Wetterlage nicht auf dem Rathausplatz sondern im Bürgerzentrum in Brackenheim statt, in das rund zweihundert interessierte Zuhörer ihren Weg fanden und mit kulinarischen Leckereien und Getränken versorgt wurden.
Abwechslungsreich und überhaupt nicht „blasmusik-typisch“ präsentierten sich alle Orchester mit bekannten Liedern aus der Musik- und Filmszene oder konzertanten Blasmusikwerken, die ihre Zuhörer für einen Augenblick auf eine musikalische Reise nehmen. Das Stammorchester stellte ganz getreu dem Motto ihr Programm aus den musikalischen Highlights der vergangenen Jahrzehnte zusammen. Die Dirigentin des Schüler- und Jugendorchesters Katharina Karle verfolgte eine andere Taktik bei der Stückauswahl: Sie spielt einfach nur tolle Lieder.
Eröffnet wurde das Konzert durch die jüngste Musikergruppe, der Bläserklasse unter der Leitung von Annette Haas. Schwungvoll zeigten die Jungmusiker, was sie schon alles können und boten mit Klängen von Bach und Karibischen Volksliedern ein abwechslungsreiches Repertoire. Das Schülerorchester zeigte zum einen südamerikanische Rhythmen, aber mit „Circle of Life“ auch ein gefühlvolles ruhiges Stück. Dabei leitete Lea Zänker als neue Musik-Mentorin das Orchester an. Auch das Jugendorchester zeigte mit dem Pop-Klassiker „The Rose“ erst seine zarte Seite bei dem neben dem Trompetensolo das ganze Orchester durch eine gute Klangarbeit strahlen konnte. Im Anschluss folgte mit einer Suite aus dem Nussknacker schnelle und bekannte Walzermelodien. Den Abschluss des Programmabschnittes der Jugend stellte die gemeinsame Zugabe der beiden Orchester mit dem schmissigen „YMCA“ dar.
Das Stammorchester eröffnete ihre Konzerthälfte mit lautstarken Klängen aus dem Western „Die glorreichen Sieben“. Neben anderen musikalisch anspruchsvollen Filmmusikmedleys wie „Fluch der Karibik“ oder „James Bond 007“ waren auch die bekanntesten Melodien aus dem Musical „West Side Story“ zu hören, das einen Mix aus lebensfrohen puerto-ricanischen und amerikanischen Klängen bot. Auf musikalische Weltreise nahm das Stammorchester seine Zuhörer mit der musikalischen Vertonung des Romanklassikers „In 80 Tagen um die Welt“. So ging es über Europa und den arabischen Raum nach Indien, wo neben Elefanten auch Ureinwohner musikalisch zum Leben erweckt wurden. Von dort aus ging es über Asien nach Amerika durch den wilden Westen vorbei an Indianern und Cowboys und mit dem Dampfschiff wieder in die Heimat England. Zum Abschluss des Programms gab es ebenfalls eine Rundreise, dieses Mal aber durch die Stadt New York, die neben den hektischen Straßen auch ruhige Plätze und Parks vorzuweisen hat. Der Wunsch des begeisterten Publikums nach einer Zugabe erfüllte das Stammorchester und krönte mit der „Kleinen ungarischen Rhapsodie“ ein musikalisch abwechslungsreiches und anspruchsvolles Konzert.


Musikalischer Frühschoppen auf dem Frosch- und Schneckenfest

Am Sonntag, den 7. Juli spielte das Stammorchester des Musikvereins Brackenheim auf dem Frosch- und Schneckenfest in Pfaffenhofen. Bei anfänglich kühlem und bewölktem Wetter umrahmte das Stammorchester unter der Leitung von Manfred Pasker den Frühschoppen. Auf die erste Programmhälfte mit traditioneller Blasmusik wie Polkas oder Märschen folgte die zweite Hälfte mit moderneren Liedern von Santana bis hin zu Dieter Thomas Kuhn. Auch die Sonne ließ sich pünktlich zur Mittagszeit blicken und rundete den gemütlichen Sonntagvormittag gelungen ab.

 


Stimmungsvolle Unterhaltung auf der Bundesgartenschau